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Zukunft des Internet

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10 Fragen:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wie das Web unsere Zukunft <br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ver&auml;ndert und was wir<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; dar&uuml;ber denken.</h2>


10 Fragen:    Wie das Web unsere Zukunft
                      verändert und was wir
                      darüber denken.

Welche Chancen und Risiken birgt das ZukunftsWeb für Individuum, Gesellschaft und Wirtschaft, was kann es leisten? Ein Projekt der Semantic Web Company (www.semantic-web.at) mit Unterstützung der Technologieagentur der Stadt Wien, dem Zentrum für Innovation und Technologie (www.zit.co.at).

Alle Daten dieser Umfrage werden anonymisiert weiterverarbeitet.

Herzlichen Dank,
Thomas Thurner
1.

Ist das Internet eine global gerecht verteilbare Ressource?

Das Internet ist gespalten in "Habende" und "Nichthabende" - hier spricht man vom "digital divide". Heute nutzen laut Angaben von Internet World Stats über 1,7 Milliarden Menschen das Internet - bei einer Weltbevölkerung von derzeit knapp 6,8 Milliarden. In den Regionen Afrika (6,8 %), Asien (19,4 %) und Mittlerer Osten (28,3 %) ist das Internet am wenigsten verbreitet. Im Gegensatz dazu liegt die Prozentzahl von Nordamerika bei 74,2. Bis 2020 prognostiziert die amerikanische National Science Foundation (NSF), knapp 5 Milliarden Internet-Nutzer.

 Required Question
2.

Wachstumsmotor Internet?

Die Ablöse des Industriezeitalters durch das Informationszeitalter ist ein geflügeltes Wort. Es gibt heute praktisch kein Zukunftsszenario mehr, das ohne das Primat der Informationstechnologien auskäme und ohne die damit verbundenen Veränderungen in Wirtschaft, Arbeitswelt und Wertschöpfung. Doch kann das Internet weiterhin die Rolle des Motors in unseren Wirtschaftsprognosen spielen, oder hat es spätestens seit dem "Big Bang" bereits schweren Schaden als positive Utopie genommen? 

 Required Question
3.

Die großen Erfolge der großen Unternehmen.

Google, Apple und Amazon sind Unternehmens-Giganten. Bei den Suchmaschinen und auch bei Software-As-A-Service (Google Docs, etc) gibt es an Google kein Vorbeikommen mehr - so scheint es zumindest. Und bei den Bezahlangeboten gibt es bereits nur mehr zwei wirkliche Player auf globalem Level: Apples iTunes und Amazon. Geschäfte machen im Internet wird zunehmend schwieriger. Selbst wenn innovative Neugründungen wirtschaftlich tragfähig etabliert sind, ist ein Aufkauf durch einen großen Oligopolisten oft schon vorprogrammiert. Wer macht eigentlich noch ein Geschäft mit dem Internet?

 Required Question
4.

Nackt am Dorfplatz.

Anonymität und Personendatenschutz sind zunehmend Werte, die verschwinden. Wenn Google-Chef Eric Schmidt im Dezember auf Nachfrage zu Protokoll gibt: "Wenn Sie etwas tun, was niemand wissen sollte, sollten Sie es lieber gleich bleiben lassen". Schmidt verweist dabei auf die umfassenden Userdatenverfolgung seines Unternehmens  ebenso wie auf die US-Gesetze, die dazu verpflichten Informationen über Suchanfragen eine Zeitlang zu speichern. Den Trend der Auflösung von Privatheit begründet Marc Zuckerberg von Facebook mit "verändertem Userverhalten". Würde er heute nochmals Facebook bauen, wäre dieses wohl noch offener und weniger auf Privatsphäre ausgelegt als das gegenständliche. Die Nutzer hätten sich daran gewöhnt mehr Informationen zu veröffentlichen und diese mit einem größeren Nutzerkreis zu teilen. Es scheint so, als würden die derart schnell an ein neues Kulturverhalten gewöhnten User erst nach-und-nach daraufkommen, dass sie nackt am Dorfplatz stehen (siehe www.kein-foto-kein-kontakt.de). Wie steht es um diese kulturelle Veränderung?


 Required Question
5.

Kollektive Intelligenz oder Nivellierung nach unten?

Der österreichische Internet-Rechtsexperte Viktor Mayer-Schönberger erregte vor kurzem mit seiner Aussage Aufsehen, Social Networks würden unsere Innovationsfähigkeit einschränken. Im Interview mit der Zeitschrift derStandard meinte Mayer-Schönberger, dass der permanente Abgleich im eigenen Netzwerk verhindere "radikal Neues zu Denken zu wagen". Dem gegenüber steht James Surowiecki mit seiner inzwischen zum Allgemeinplatz gewordenen These über die "Die Weisheit der Vielen", worin argumentiert wird, dass die Kumulation von Informationen in Gruppen zu gemeinsamen Gruppenentscheidungen führen, die oft besser sind als Lösungsansätze einzelner Teilnehmer.

 Required Question
6.

Die Geister die ich rief.

Das Web besteht längst nicht mehr nur aus Webseiten, Blogs und Social Networks. Unter der Oberfläche wissen wir Bundestrojaner, Phishing, Logging, Sniffing, Viren und Tracking. Das Informationsnetzwerk ist längst auch schon eine Plattform für üble Geschäfte, Kriminalität und Nepper geworden. Was denken wir, wenn wir ans Internet denken?

 Required Question
7.

"Always on", bis zum Burnout?

Wir sind von Computern umgeben: Im Büro, im Wohnzimmer und vor allem am Handy. Und jeder dieser Rechner ist eine potentielle Arbeitsmaschine. Die digitalen Nomaden zentrieren ihre Arbeit nicht mehr in einem Büro, sondern sind "always on". Ob es nun die eMails am Mobiltelefon, der eigene Twitterstream oder der Nachrichtenfeed ist - es gibt weder Informationspausen noch Pausen des Nicht-Erreichbar-Seins. Und die Geschäftwelt stellt sich darauf ein: Schnellere Replies, kürzere Nachfragezeiten - 24/7 Erreichbarkeit.

 Required Question
8.

Haus der Lüge / Tempel der Wahrhaftigkeit?

Der Trend, sich im Netz eine völlig andere Identität zuzulegen ist vorbei. Eine Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ergibt, dass wir in sozialen Online-Communities zunehmend echte Kontakte herstellen, bei der Jobsuche helfen oder alte Freunde wieder finden wollen. Dabei treten Decknamen und "gefakte" Accounts in den Hintergrund. Das erklärt auch, warum Seiten wie Facebook solch enormen Zulauf haben.

Ganz unkritisch stehen die Nutzer gewissen Internet-Inhalten (besonders dem "user generated content") dennoch nicht gegenüber: So vermuten immerhin 45 Prozent der im Rahmen einer W3B-Studie Befragten, dass von Nutzern erzeugte Online-Inhalte manchmal bewusst manipuliert werden. Fast zwei Drittel bemängeln, dass der Wahrheitsgehalt dieser Inhalte schwer zu überprüfen sei. Auch bei ausgewiesenem "Vertrauen in Nachrichten", liegt das Internet erst an Platz zwei nach dem Fernsehen. Weit abgeschlagen mit nur noch 1,3 Prozent Vertrauen in die Richtigkeit der Angaben liegen Twitter und Blog.

Wie sehen Sie das?

 Required Question
9.

Siegeszug der Informationstechnologie- und unternehmen?

Aus dem Geschäft mit Daten und Internet-Technologie heraus, entwicklen sich große, in mehreren Branchen tätige, horizontale Megakonzerne. Google ist ein Beispiel dafür: Aus dem Anbieter einer Suchmaschine wurde ein Konzern, der Werbung, Landkarten, Buchinhalte, Officesoftware, Mobiltelefone und vieles mehr anbietet. Inzwischen wird spekuliert, dass Google eigene Kraftwerke plant und mit "Google Energy" zum Energieanbieter werden könnte. In Indien wird für Google ein Einstieg in die Mobilfunkbranche als Netzbetreiber vorausgesehen.
Ähnlich bei Apple: Eben kaufte der ehemalige Computerpionier den mobilen Werbedienst Quattro Wireless für insgesamt 275 Millionen US-Dollar. Der Einstieg in die Mobiltelefonie erfolgte schon vor einigen Jahren und war  genau so ein Erfolg wir die Etablierung des Musikverkaufsportals iTunes.

Entstehen hier branchenübergreifende Konzernriesen?

 Required Question
10.

Wird der Journalismus im Internet überflüssig?

Klassisch journalistisch arbeitende Redaktionen von Presse und Rundfunk haben bisher darüber entschieden, welche Nachrichten veröffentlicht werden - und welche davon zu Topnachrichten werden. Durch Weblogs, Twitter und soziale Netzwerke gerät diese Nachrichtenhoheit zunehmens in Umbruch. Themen und Newswert folgen oft nicht mehr journalistischen Kriterien, sondern orientieren sich am "flow" von Topics und Memen in den Sozialen Netzwerken. Immer weniger warten auf Morgenzeitung oder Abendfernsehnachrichten um informiert zu sein.

Welche Aussage kannst Du - in Betrachtung Deiner eigenen Informationsbeschaffung - am ehesten als Zukunftsszenario in diesem Bereich identifizieren?

 Required Question
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